Freitag, 30. September 2016

Winterimpressionen

Winterimpressionen







Der erste Schnee

Ei, du liebe, liebe Zeit, 
ei, wie hat´s geschneit, geschneit! 
Rings herum, wie ich mich dreh´, 
nichts als Schnee und lauter Schnee. 
Wald und Wiesen, Hof und Hecken, 
alles steckt in weißen Decken. 







Und im Garten jeder Baum, 
jedes Bäumchen voller Flaum! 
Auf dem Sims, dem Blumenbrett 
liegt er wie ein Federbett. 
Auf den Dächern um und um 
nichts als Baumwoll´ rings herum. 





Und der Schlot vom Nachbarhaus, 
wie possierlich sieht er aus: 
Hat ein weißes Müllerkäppchen, 
hat ein weißes Müllerjöppchen! 
Meint man nicht, wenn er so raucht, 
dass er just sein Pfeifchen schmaucht? 





Und im Hof der Pumpenstock 
hat gar einen Zottelrock 
und die ellenlange Nase 
geht schier vor bis an die Straße. 
Und gar draußen vor dem Haus! 
Wär´ nur erst die Schule aus! 






Aber dann, wenn´ s noch so stürmt, 
wird ein Schneemann aufgetürmt, 
dick und rund und rund und dick, 
steht er da im Augenblick. 
Auf dem Kopf als Hut ´nen Tiegel 
und im Arm den langen Prügel 
und die Füße tief im Schnee 
und wir rings herum, juhe! 


Ei, ihr lieben, lieben Leut´, 
was ist heut´ das eine Freud´!
Friedrich Wilhelm Güll 
(1812-79)

Donnerstag, 29. September 2016

Das Shakespeare Geheimnis - Christiane Lind



Das Shakespeare Geheimnis – Christiane Lind



Inhalt: London 1592. Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann landet die junge Alice in der Welt der Theater, Bordelle und Tierkämpfe. Als Mann verkleidet und mit Hilfe des Autors Christopher Marlowe wird sie Schauspieler im Rose Theatre. Trotz der Sorge aufzufliegen wird Alice am Theater glücklich – spätestens als sie dort ihre große Liebe findet. Doch dann spürt ihr Ehemann sie auf, und Alices Leben gerät in höchste Gefahr … Ein Roman wie ein Theaterstück zu Shakespeares Zeit – voller Liebe, Geheimnisse, Rache, Verschwörungen, Emotionen und der Pest.

Eine fantastische Geschichte. Christiane Lind gelingt es mit diesem Roman, den Leser ins damalige London zu katapultieren. Alice entdeckt mit 15 Jahren ihre Liebe zum Theater und Stückeschreiben. Doch ihre Eltern haben andere Pläne mit ihr. Gegen ihren Willen wird sie mit dem arroganten und wie sich bald herausstellt gewalttätigen Edelmann Stephen verheiratet. Ihm hat sie gefügig zu sein und durchlebt in der Ehe die Hölle. Weder ihre Eltern noch ihre Brüder stehen ihr zur Seite und so sieht sich die junge Frau gezwungen zu fliehen. Aber wohin? Mittellos und völlig allein fasst sie den Entschluss, nach London zu flüchten.

Dort angekommen, findet sich Alice in einer ihr unbekannten und viel zu großen Stadt wieder. Gauner, Diebe und rücksichtslose Edelmänner kreuzen ihren Weg. Dann wird auch noch ihr hart zusammengespartes Geld geklaut. Sie verzweifelt. Bis sie auf den Stückeschreiber Christopher „Kit“ Marlow trifft, der sich ihrer annimmt. Verkleidet als Junge schließt sich die junge Frau seinem Theater-Ensemble an. Zur damaligen Zeit waren Schauspieler Heimatlose und galten als „Vagabunden“. Sie sahen sich immer der Gefahr der Blasphemie ausgesetzt und mussten sehr darauf achten, welche Stücke sie aufführten. Außerdem, spielten die Männer Frauenrollen, da den Mädchen die Schauspielerei verboten war.

Die Truppe lässt sich im Rose Theatre nieder und auch der junge Schreiber William Shakespeare hat sich einer Theatergruppe angeschlossen. Er und Marlow treffen immer wieder aufeinander und teilen ihre Begeisterung für Dramen. 

Alice fühlt sich in der Welt der Schauspieler und auf der Bühne wohl und genießt das neu gewonnene Glück. Sie lernt James innerhalb des Ensembles kennen und lieben. Dennoch beschleicht sie immer wieder die Angst, ihr gewalttätiger Ehemann könnte sie aufsuchen. Als in London die Pest ausbricht, beschließen die Schauspieler durch England zu ziehen, bis die Pest vorübergeht.

Was Alice zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt: Ihr Ehemann reißt ihr voller Zorn hinterher. Wird es der Frau gelingen, als Mann verkleidet ihrem Mann zu entkommen? Kann James sie beschützen? Wie geht es mit dem Ensemble weiter? Können sie bald wieder nach London zurückkehren um wieder mehr Geld zu verdienen? Schafft „Kit“ mit einem seiner Stücke den großen Durchbruch? Christopher Marlow ist ein faszinierender Mann, doch vermutet Alice, dass dieser auch Geheimnisse verbirgt. Was hat er mit der Königin Elisabeth der Ersten und ihrem Gefolge zu tun? Was wollen die Spione des Königshauses von ihm?

Christiane Lind schafft eine authentische Darstellung Londons im 16. Jahrhundert. Nicht nur die wahren Charaktere und die Geschichte um das Schauspiel faszinieren den Leser. Man bekommt ebenfalls einen tollen Einblick in damalige Verschwörungen und Spionage-Aufträge im Namen des Königshauses. Der Roman vereint Dramatik, Verschwörungstheorien, historische Geschichte, die große Liebe und den nötigen Thrill. Die Autorin verkörpert durch ihre Protagonistin Alice eine starke Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Sie führt uns durch alle Emotionen des Buches und der Spannungsbogen reißt nie ab. Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil und die interessante Erzählweise möchte man immer wissen, wie es weitergeht und kann dieses Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Einbindung bekannter wahrer Charaktere wie Shakespeare und Marlow, der Stücke wie Faustus verfasst hat, machen diese Geschichte so einmalig fantastisch.

Gerade der wahre Hintergrund um das Theaterleben und den Stand der Schauspieler, sowie die Lebensumstände im London des 16. Jahrhunderts haben mich so mitgerissen, dass ich eine absolute Leseempfehlung ausspreche!


Mittwoch, 28. September 2016

The Legend of Zelda - Okarina of Time N64


The Legend of Zelda – Okarina of Time



Dieses tolle Rollenspiel erschien 1998 als fünfter Teil der The-Legend-of-Zelda-Reihe für die Nintendo-64-Konsole. Zudem ist es der erste Teil der Serie mit 3D-Grafik. Zugleich gilt Okarina of Time als das beliebteste Rollenspiel überhaupt. Ich werde euch auch noch über die NES + SNES Versionen berichten. Aber nun heute erstmal für den N64. 


Handlung: Im fiktiven Königreich Hyrule lebt der kleine Junge namens Link beim Volk der Kokiri. Er selbst ist allerdings kein Kokiri sondern Hylianer und gilt als Außenseiter, weil er nicht wie die anderen Dorfbewohner eine Fee besitzt. Mit 9 Jahren ruft der Wächter des Volkes, der Deku-Baum nach ihm und weist ihm eine Fee Namens Navi zu. Der Baum berichtet von der aufziehenden Bedrohung durch Ganondorf, einem dämonenartigen Mann, der das Königreich in seine Gewalt bringen will. Dann verstirbt der Baum in Folge eines Fluches, nachdem der Junge dort seinen ersten Kampf bestreitet. 




Link macht sich daraufhin auf den Weg zum Schloss Hyrule um Prinzessin Zelda zu warnen. Ganondorf begehrt das Triforce, ein göttliches Relikt mit viel Macht, das sich in Hyrule befinden soll. Zelda möchte die Machtausübung des bösen Lords verhindern und beauftragt Link, die drei heiligen Steine zu suchen, die das Triforce im heiligen Reich freisetzen. Als diese Aufgabe geschafft ist, bringt Ganondorf allerdings den König um und entführt Prinzessin Zelda. Sein Ziel ist es nun, in den Besitz der Okarina der Zeit, des magischen Musikinstruments der Königsfamilie zu kommen. Der Prinzessin gelingt aber die Flucht und sorgt dafür, dass Link in den Besitz dieser Flöte gelangt. In der Zitadelle der Zeit setzt er das Masterschwert zusammen mit den drei heiligen Steinen ein und erweist sich so als „Held der Zeit“.



Er ist aber noch zu jung um das Schwert zu führen. Link wird in einen kleinen Raum verbannt, als er das Schwert berührt. 7 Jahre lang wird er von Rauru den Erbauer der Zitadelle beschützt, der einer der sieben Weisen ist. Der Eingang zum heiligen Reich wurde bei der Berührung des Schwertes offengelegt und Ganondorf ist dort inzwischen eingedrungen. Er schafft es, Hyrule zu erobern und dabei zerstreut sich das Triforce. Link erwacht nach 7 Jahren und ist nun 16 Jahre alt. Somit kann er das Masterschwert führen. Außerdem kann er auch zwischen den Welten und seinem 9-jährigen Ich und seinem 16-jährigen Ich hin- und herwechseln. Link muss die 7 Weisen finden und aus den Tempeln befreien, in denen diese gefangen gehalten werden. Nur mit Hilfe der 7 Weisen kann der böse Lord vernichtet werden. 





Als Link alle Weisen befreit hat, wird Zelda erneut von Ganondorf entführt. Unser Held macht sich auf zum letzten entscheidenden Kampf ins Schloss von Hyrule, dass unter der Herrschaft Ganondorfs steht. Es ist ein anstrengender und nervenaufreibender Kampf gegen den dämonenartigen Mann, welcher einige Gestaltenwandlungen während des Endkampfes durchmacht. Zusammen mit den 7 Weisen, seinem Masterschwert und der Okarina gelingt es ihm, Ganondorf zu besiegen und somit wieder Frieden in Hyrule herzustellen.






Spielweise: Die Landschaft des Königreichs Hyrule umfasst Wälder, Seen, Flüsse, Berge, einem Vulkan, Städten und Dörfern sowie Höhlen. Es gibt auch eine Sandwüste. Außerdem finden sich ganz unterschiedliche Völker wie die Zoras am Fluss oder die elfenartigen Wesen der Kokiri. Die Hylianer, denen auch Link angehört, sind dem Menschenvolk sehr ähnlich. Innerhalb dieser fantastischen Welt finden sich die Tempel, die unser Held im Laufe des Spiels in einer bestimmten Reihenfolge durchqueren muss. Jeder dieser Tempel wird sozusagen durch eines der Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft symbolisiert und diese Elemente spiegeln sich auch in den benötigten Gegenständen die Link im Spiel findet wieder. 



Immer wieder tauchen neue Gegenstände auf. Neue Lieder für die Okarina werden gelernt und es muss auch mit Magie umgegangen werden können. Unterschiedlichste Rätsel warten auf den Spieler, die im Spielverlauf immer kniffliger werden. Zelda ist ein wunderbares Rollenspiel, welches auch Köpfchen benötigt und eine wundervolle Grundstory hat. Es geht um Rätsel lösen, Kämpfe austragen aber auch um das Sammeln und Hantieren mit Gegenständen und Waffen. Verschiedene Aufträge müssen in der Nebenhandlung erfüllt werden und machen das Spiel nochmals anspruchsvoller. Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass es Tag – und Nacht gibt. Bestimmte Aufgaben können nur zu unterschiedlichen Tageszeiten erledigt werden. Dies bedeutet für den Spieler möglichst strategisch vorzugehen. Ein toller Spielspaß für echte Zocker! 

Dienstag, 27. September 2016

Das Geheimnis der Medica - Johanna Geiges



Das Geheimnis der Medica – Johanna Geiges



Inhalt: Deutschland zur Stauferzeit: Die junge Anna hat eine ganz besondere Gabe. Sie kann Menschen heilen. Der jüdische Medicus Aaron erkennt ihr Talent und wird ihr Lehrmeister. Die Heilverfahren sind ihrer Zeit weit voraus und schon bald steht Anna im Ruf, eine Wunderheilerin zu sein. Doch ihre ungewöhnlichen Fähigkeiten und die Liebe zu einem jungen Grafen, bringen die Medica in höchste Gefahr: Der Erzbischof von Köln brandmarkt sie als Hexe. Anna weigert sich, ihre Kunst aufzugeben und stellt sich dem Kampf mit einem übermächtigen Feind.

Die Geschichte um Anna und ihr Geheimnis fesselt von der ersten Seite an. Als kleines Mädchen wird Anna in den Schutz eines Klosters gebracht. Dort muss sich Anna als Junge verkleiden und leben. Der Apotheker und Pater Urban erkennt ihr Talent um die Heilkunst und führt sie in dieses Wunderwerk an Wissen ein. Doch, warum muss Anna Schutz im Kloster suchen? Vor wem muss sie sich verstecken? Der Erzbischof Konrad von Hochstadten taucht im Kloster auf und schon überschlagen sich die Ereignisse. Pater Urban wird ermordet und Anna als Leprakranke stigmatisiert aus dem Kloster gejagt.

Nun beginnt für die Protagonistin eine lange aber auch aufregende Zeit, als ihr Weg sich mit dem des jüdischen Arztes Aaron kreuzt, der sie aufnimmt und in sein medizinisches Wissen einweiht. So kommt es, dass die schöne Rothaarige mit den verschieden farbigen Augen zu einer angesehenen Medica aufsteigt. Ihr Ruf eilt Anna voraus und so wird sie bald auf die Burg Grafenklau gerufen, um dort unverhofft auf Chassim den Grafen zu treffen, der ihr Herz höher schlagen lässt. Der unterschiedliche gesellschaftliche Stand der damaligen Zeit lässt aber eine derartige Liebe nicht zu. Nicht jedem sind ihre Heilmethoden wohlgesonnen weswegen sich die junge Frau dem Vorwurf der Hexerei stellen muss. Hervorgerufen durch den Erzbischof von Köln – Konrad von Hochstadten.

Welche Ziele verfolgt der hohe Geistliche? Und warum ist Anna ihm ein Dorn im Auge?  Wer hat Pater Urban ermordet und warum? Kann sie gemeinsam mit Chassim, Aaron und weiteren Freunden ihr Leben retten? Alles, was sich die junge Medica aufgebaut hat, droht zu zerfallen und die Macht der Kirche ist gewaltig. Können sie sich gemeinsam diesem mächtigen Feind stellen? Und welches Geheimnis umgibt die Medica?


Der angenehme Schreibstil der Autorin, ohne ins Unnötige abzuschweifen und die dauerhaft gehaltene Spannung machen es dem Leser fast unmöglich, dieses Buch aus den Händen zu legen. Man möchte immerzu wissen, wie es weitergeht. Wer historische Romane mit dem Schwerpunkt der damaligen Heilmethoden und Medizin sucht, wird mit diesem Buch eine tolle und spannende Geschichte erleben. Der geschichtliche Hintergrund macht das Gesamtbild perfekt! Eine absolute Leseempfehlung. 

Montag, 26. September 2016

Sommerimpressionen



Sommerimpressionen





Die Bienen sind eine Insektengruppe, in der mehrere Familien der Hautflügler zusammengefasst werden. Umgangssprachlich wird der Begriff Biene meist auf eine einzelne Art, die Westliche Honigbiene reduziert, die wegen ihrer Bedeutung als staatenbildender Honigproduzent, aber auch wegen ihrer Wehrhaftigkeit besondere Aufmerksamkeit erfährt. Dabei handelt es sich bei den Bienen um eine recht große Gruppe mit sehr unterschiedlichen Arten. Viele davon, vor allem die solitär lebenden, werden unter dem Begriff Wildbienen zusammengefasst.





Bienen ernähren sich rein vegetarisch. Ihre wichtigste Nahrungsquelle sind süße Pflanzensäfte – insbesondere Nektar. Für die Eiweißversorgung sind sie auf Pollen angewiesen. Arten der staatenbildenden Gattungen und Familien, wie Hummeln und Honigbienen legen Futtervorräte an. Dies dient zum Überleben als ganze Kolonie in nahrungsfreien Zeiten, wie z.B. einer Winterperiode in kühleren Klimaregionen.




Weltweit wird die Zahl der Bienenarten auf rund 20.000 geschätzt. Davon sind in Europa etwa 700 Arten heimisch, davon wiederum etwa 500 in Deutschland. Die über einen Wehrstachel verfügenden Bienen gehören zu den Stechimmen.




Da Bienen in erheblichem Maße zum Erhalt von Wild- und Kulturpflanzen und deren Erträgen beitragen, ist ihre ökologische Bedeutung beträchtlich; Bienen zählen weltweit zu den wichtigsten Bestäubern. Nach der Umweltschutzorganisation Greenpeace liegt die jährliche Bestäubungsleistung weltweit bei rund 265 Milliarden Dollar. Ihre damit zusammenhängende ökonomische Bedeutung wird auch dadurch deutlich, dass z. B. in Deutschland derzeit von über 80.000 Imkern zirka eine Million Bienenvölker gehalten werden. Diese decken mit etwa 25.000 Tonnen Honig pro Jahr etwa 20 % des heimischen Bedarfs.




Im Bienenstock gibt es drei Typen von Bienen, die sich in Größe und Körperform unterscheiden. Die Königin ist etwas größer und hat einen langen und schlanken Hinterleib, der die Flügelspitzen weit überragt. Sie ist normalerweise das einzige voll entwickelte Weibchen im ganzen Stock, sozusagen die Mutter des gesamten Bienenstaates. Die große Masse des Volkes wird von den Arbeiterinnen gebildet, zigtausend kleineren Weibchen, deren Ovarien im Vergleich zur Königin viel kleiner und wesentlich weniger leistungsfähig, aber dennoch voll funktionsfähig ausgebildet sind.





Zur Zeit, in der auch Schwärme möglich sind, etwa von April bis Juli, gibt es als dritten Phänotyp auch noch ca. 500 bis maximal 2000 Drohnen im Bienenvolk. Diese sind größer als die Arbeiterinnen und fallen durch ihre plumpe, gedrungenere Körperform und ihre großen Augen auf. Sie besitzen als männliche Tiere keinen Giftstachel. Ihre Antennen sind darauf spezialisiert, den Pheromonduft von jungen Königinnen aufzunehmen, um sich dann hoch in der Luft (im Flug) mit diesen zu paaren, siehe auch Drohnensammelplatz.





Die heute weltweit in der Imkerei gehaltenen Rassen der Westlichen Honigbiene leben in einem Staat, der als Maximum etwa zur Sommersonnenwende 40.000 bis 60.000 Bienen beherbergt. Die meiste Zeit des Jahres besteht das Bienenvolk nur aus Weibchen: aus der Königin, die als einzige Eier legt (bis zu 2000 Stück am Tag), und aus den unfruchtbaren Arbeiterinnen, die Pollen und Nektar sammeln, die Larven aufziehen und den Stock verteidigen. Ab dem Frühsommer werden auch laufend einige hundert männliche Bienen (Drohnen) aufgezogen.





 Die Drohnen entstehen durch Parthenogenese, indem die Königin unbefruchtete Eier legt. Allein durch die besondere Form der Königinnenzelle an der Bienenwabe und die unterschiedliche Fütterung der Larven wird bestimmt, ob sich ein befruchtetes Ei zu einer Königin oder Arbeiterin entwickelt. Die Differenzierung der Larve zur Königin wird vor allem dadurch bestimmt, dass sie in weit größerem Maße als die Arbeiterinnenlarven den sogenannten Futtersaft Gelée Royale erhält. Königinnen leben mehrere Jahre, während die Lebensspanne von Arbeiterinnen einige Wochen oder Monate beträgt.





Bienen können im Gegensatz zum Menschen den roten Anteil des Farbspektrums nicht wahrnehmen, dafür aber einen Teil des ultravioletten Lichts. Zudem sehen sie das Licht polarisiert, was ihnen in Kombination mit dem tageszeitlichen Sonnenstand eine genaue Bestimmung der Himmelsrichtung ermöglicht. Wenn die Biene sich nicht bewegt, sieht sie mit ihren Facettenaugen relativ schlecht (vergleichbar mit einer Digitalkamera, die nur wenige Tausend Pixel hat). Dies ändert sich aber deutlich beim Flug. In dieser Analogie läuft jetzt im Gegensatz zum statischen Bild ein Film ab, mit vielen Bildwechseln pro Zeiteinheit. Durch Interpolation wird die Bildauflösung verbessert.

Leider haben wir wirklich ein dramatisches Insektensterben, was ich echt schlimm finde. Was meint ihr? Könnte man nicht mit kleinen Dingen wie ein Stück Wiese wieder mehr Lebensraum für unsere kleinen Freunde schaffen? 

Quelle: www.wikipedia.de